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19.10.16 16:50 Alter: 1 yrs

Dreißig Jahre Atemschutzausbildung auf Kreisebene

Kategorie: Gesamt

 

Seit nunmehr dreißig Jahren werden Feuerwehrkameraden und Kameradinen in der Atemschutzübungsstrecke in Künzelsau als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Vor dieser Zeit mussten die Kameraden ihre Ausbildungen bei den Berufsfeuerwehren in Stuttgart oder Heilbronn absolvieren. Später konnte die Ausbildung dann an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, bei einem dreitägigen Lehrgang, durchgeführt werden. Nachdem 1986 die neue Feuerwache in Künzelsau mit Atemschutzwerkstatt und Atemschutzübungsstrecke fertiggestellt wurde, konnten auch in Künzelsau Lehrgänge auf Kreisebene durchgeführt werden. Am Freitag den 4.April 1986 wurden die damaligen Kreisausbilder durch die Ausbilder der Landesfeuerwehrschule, Herrn Ferch und Grünberg, auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Ebenfalls wurde durch die Ausbilder der Landesfeuerwehrschule die Übungsstrecke abgenommen. Am selben Abend begann dann der erste Lehrgang mit den Ausbildern Dieter Wurbs und Günter Kress. Zu dem damalige Zeitpunkt standen sechs Kreisausbilder für diese neue Aufgabe bereit. Dieter Wurbs und Wolfgang Hornung ( FF Künzelsau) Michael Benke und Rolf Zimmermann ( FF Öhringen ) sowie Günter Kress und Klaus Walter ( FF Ingelfingen ). Am Anfang war der Bedarf so groß, das sechs Lehrgänge pro Jahr durchgeführt wurden. In der Zwischenzeit finden nur noch vier Ausbildungen im Jahr statt. Die genaue Anzahl der ausgebildeten Atemschutzgeräteträger seit dieser Zeit dürfte bei ca. 2000 Geräteträgern liegen. Bei den Teilnehmern dieser Lehrgängen waren bekannte Personen dabei, zum Beispiel, der jetzige Kreisbrandmeister Günter Uhlmann, sowie fast alle Kommandanten der Wehren des Hohenlohekreises. Einem besonderen Feuerwehrmann wurde 1994 auch das Tragen von Atemschutzgeräten beigebracht, dem Astronaut Alexander Gerst. Weiterhin wurden auch Atemschutzgeräteträgern aus anderen Landkreisen und Einrichtungen zum Beispiel der JVA Schwäbisch Hall ausgebildet. Die Übungsstrecke in Künzelsau war die erste anerkannte Strecke in der Region. Veränderungen in der Lehrgangsgestaltung fanden immer wieder statt. Wurden die Lehrgänge am Anfang an einem Freitagabend und an zwei Samstagen durchgeführt, so wurde nach der Erhöhung auf 25 Stunden der zweite Freitagabend hinzu genommen. Die Ausbildung am Wochenende wurde so gewählt, damit die Teilnehmer keinen Urlaub oder Freistellung beantragen mussten. 2004 wurde dann zum ersten Mal zum Abschluss des Lehrgangs eine Heißausbildung im Jumbo Brandcontainer der Firma National Fire durchgeführt. Nachdem dann 2007 die EnBW einen Brandcontainer den Feuerwehren kostenfrei zur Verfügung stellte, wird seit dieser Zeit die Heißausbildung in diesem Anhänger durchgeführt. Erwähnt sei hier, das die Ausbilder diese Zusatzausbildung an einem Samstag unentgeltlich durchführen. Nachdem in den letzten Jahren kein schwerwiegender Unfall mit einem Atemschutzgeräteträger gemeldet wurde, kann man von einer guten Grundausbildung der Geräteträgern sprechen. Natürlich liegt es auch an der Weiterbildung in den Wehren, das hier keine Personenschäden entstanden sind. Überaus positiv bewerten auch die Lehrgangsteilnehmer den Ablauf und Inhalt des Lehrgangs. Bei den Kreisausbildern besteht auch kein Mangel. Im Moment stehen elf Ausbilder zur Verfügung. Steffen Hornung, Wolfgang Hornung, Günter Schumacher, Thorsten Stiefel, Philipp Gross ( FF Künzelsau ) Roland Häußer und Timo Menzel ( FF Öhringen ) Thorsten Streckert (FF Neuenstein ) Martin Maier ( FF Niedernhall ) Stefan Schneider ( FF Ingelfingen ) Armin Walz ( FF Schöntal ) Markus Renner ( FF Mulfingen )