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03.02.13 12:51 Alter: 5 yrs

Jahreshauptversammlung

Kategorie: Gesamt

 

Ehrungen für 25 Jahre

Neueinstellungen

Verabschiedungen

Beförderungen

Freiwillige Feuerwehr mit erfolgreicher Jahresbilanz

 

"2012 war ein höchst interessantes und außergewöhnliches Jahr", stellte Stadtbrandmeister Thomas Böhret bei der Begrüßung zur Jahreshauptversammlung der Künzelsauer Feuerwehr fest. "Es war auch ein Jahr, in dem es nicht an Arbeit und Einsätzen mangelte." Im Jahresbericht ist eine lange Liste von fast 100 Einsätzen detailliert aufgeführt. Es begann im Januar mit der Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall, bei dem eine eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug befreit werden musste. Der letzte Einsatz im Dezember, an Weihnachten, war durch eine Rauchentwicklung bei Motorenöl ausgelöst worden. Dazwischen lag die ganze Bandbreite dessen, was heute zur Arbeit der Feuerwehr gehört. Der spektakulärste Einsatz fand im "Honigzipfel" statt. Neben Bränden zählen insbesondere Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, bei Gasunfällen oder auch bei Unwetterschäden zu den Anlässen für einen Einsatz. Auch Wachdienste bei Veranstaltungen werden geleistet. Alle Feuerwehrleute sind ehrenamtlich im Einsatz. Insgesamt 59 Prozent der Einsätze fanden in ihrer Freizeit statt, 41 Prozent an Werktagen zwischen 7 und 17 Uhr. Thomas Böhret dankte auch allen Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitern die Einsatzbereitschaft ermöglichen.

 

Kommandant im Amt bestätigt

 

Die Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters brachten in diesem Jahr keine Überraschung. Nach dem ersten Jahr als Stadtbrandmeister wurde Thomas Böhret mit mehr als 90 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter Wolfgang Hornung wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

 

Großes ehrenamtliches Engagement

 

Zum Beginn des aktuellen Jahres betrug der Personalstand 310. Davon sind 241 Aktive. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zwei Feuerwehrkameraden, Gerhard Breuninger und Berthold Köck, von Kreisbrandmeister Günter Uhlmann mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landes Baden-Württemberg in Silber für 25 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Verabschiedungen standen ebenfalls auf dem Programm. Unter den Anwesenden wurde Günter Münch und Peter Wagner für ihr langjähriges Engagement gedankt. Auch eine Reihe von Einstellungen fand an diesem Abend statt. Damit die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auch in Zukunft erhalten bleibt, besitzt die Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert, wie der Bericht des Jugendwarts Werner Hannemann zeigte. Insgesamt 28 Jungen und Mädchen zählen derzeit zur Jugendfeuerwehr.

 

Anforderungen wachsen

 

Mit dem Spektrum der Aufgaben werden die Anforderungen an die Fahrzeuge, die Ausrüstung und an die Ausbildung der aktiven Feuerwehrleute ebenfalls umfangreicher. So wurde auch in 2012 wieder in Ersatzbeschaffungen unter anderem von Pumpen und Atemschutzgeräten investiert. In der Feuerwache Künzelsau befinden sich die Zentrale Atemschutzwerkstatt und die Zentrale Atemschutzübungsanlage des Hohenlohekreises. Beide waren im vergangenen Jahr sehr gut ausgelastet. Eine in der Höhe außergewöhnliche Investition war die Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen, die in der Summe 785.000 Euro kosteten. Ein Betrag, der von der Stadt Künzelsau, dem Hohenlohekreis und dem Land gemeinsam getragen wurde. Der stellvertretende Bürgermeister Karl Wunderlich bekräftigte die Unterstützung der Stadt Künzelsau. "Sie haben eine beeindruckende Leistungsbilanz vorgelegt", sagte er. "Sie müssen im Einsatz schnelle Entscheidungen treffen. Dabei greifen Sie auf Erfahrungen, Besonnenheit und Wissen auch im Umgang mit der Technik zurück."

 

Lob für die Arbeit

 

Auch in den weiteren Grußworten der Gäste wurde viel Lob und Dank für die Arbeit der Feuerwehr zum Ausdruck gebracht. "Sie opfern in ihrem Ehrenamt nicht nur ihre Zeit, sondern sie gehen zusätzlich Risiken für ihre Gesundheit und sogar für ihre Leben ein", betonte Rudi Schmidt, der als Leiter des Ordnungs- und Verkehrsamtes im Landratsamt auch die Grüße des Landrats überbrachte. Wolfgang Brosig, Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hohenlohe, hob die Bedeutung der Jugendarbeit hervor. "Seit 12 Jahren ist der Hohenlohekreis der einzige Landkreis in Baden-Württemberg, der in allen Gemeinden eine Jugendfeuerwehr hat." Karl Heer, Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, würdigte die gute Zusammenarbeit, auch im Namen der Polizei. "Das funktioniert hier im Kreis problemlos."

 

Quelle: Künzelsauer Nachrichten