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18.04.12 06:07 Alter: 6 yrs

Stadtbrandmeister für die Dauer von einem Jahr gewählt

Kategorie: Gesamt

 

Ehrungen für 25 Jahre

Verabschiedungen aus dem aktiven Dienst

Beförderungen

Neueinstellungen

Am 30.03.2012 fand in der Stadthalle Künzelsau die JHV für das zurückliegende Jahr statt.

Neben der üblichen Themen gab es etwas Besonderes dieses Jahr. Aufgrund des außerplanmäßigen Ausscheidens von Stadtbrandmeister Reinhold Blass, wurde auf Wunsch von Bürgermeister Neumann ein „Interims Stadtbrandmeister“ gewählt. Dieser sollte auf die restlich verbleibende Amtsperiode die Lücken von Reinhold Blass schließen. Reinhold Blass hatte sich auf eigenen Wunsch vom Posten des Stadtbrandmeisters freistellen lassen.

Ganz regulär wurde der Abend begonnen, für den sich mehr als üblich, viele Floriansjünger der Künzelsauer Wehr interessierten. Schließlich ging es um das, nach dem Bürgermeister, höchste Amt in der Feuerwehr Künzelsau.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister Wolfgang Hornung führte durch den Abend. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken durch den Kameraden Pfarrer Dirk Grützmacher gab es schon den Rückblick auf das vergangenen Jahr 2011. 96 Einsätze mussten die Floriansjünger bewältigen. Ein normales Jahr könnte man meinen, wenn hier nicht die Änderung der Insektenentfernung weggefallen wäre.
Seit 2011 gibt es im Hohenlohekreis 2 Beauftrage des Landratsamtes für diese Aufgabe. Deshalb hat sich die Künzelsauer Wehr entschlossen diesen Aufgabenbereich vollständig abzugeben. In Situationen in denen Gefahr in Verzug wäre, so Wolfgang Hornung, würde man natürlich wieder auf die Feuerwehr zurückgreifen können. Durchschnittlich 16 Einsätze pro Jahr fallen somit weg. Hiermit wäre dann die 100er Marke deutlich überschritten gewesen.
Der Einsatzbereich der Feuerwehr Künzelsau streute sich auch im Jahr 2011 wieder sehr weit. So wurden Verkehrsunfälle, Brände, Personenrettungen, Amtshilfen und natürlich auch Sicherheitswachdienste von den Kameraden stets gut abgearbeitet, so der stellvertretende Stadtbrandmeister.

Zum technischen Stand der Feuerwehr konnte sich Wolfgang Hornung sehr positiv äußern. Die Stadtverwaltung und die Gemeinderäte haben stets ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr und machten es möglich, dass auch 2011 wieder ein Fahrzeug in den Bestand aufgenommen werden konnte. Der GW-Transport ist der Allrounder im Fahrzeugbestand der Feuerwehr und kann sehr vielseitig eingesetzt werden. So ersetzt er mitunter den in die Jahre gekommenen SW 1000. Zusätzlich wurde auf Wunsch der Feuerwehr ein Palfinger-Kran am Aufbau integriert. Ein Unikat im Hohenlohekreis, wie der Bürgermeister in seiner späteren Rede feststellte.

Auch dieses Jahr kann Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Künzelsau ein wichtiges Fahrzeug früher als vorgesehen in den Einsatz kommen. Nach der Erstellung eines Brandschutzgutachtens musste die Drehleiter ersetzt werden. Das man auch hier auf den neuesten Stand der Technik setzen konnte, muss man dem eigens hierfür gegründeten Fahrzeugausschuss, und natürlich der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat der Stadt Künzelsau zu Gute schreiben.
Wolfgang Hornung bedankte sich nochmals für die Unterstützung und zeigte an mehreren Beispielen wo die Vorteile bei einer solch guten Technik gegenüber der Standardtechnik liegen.

Bernd Koblinger, stellvertretender Leiter der Jungendfeuerwehr, lies auch im Namen von Werner Hannemann (Leiter der Jungendfeuerwehr) das Jahr in einem Multimediavortrag Revue passieren.

Nicht nur aus diesem Grund waren die Anwesenden sehr angetan von der Jugendarbeit des Betreuerteams. Neben der obligatorischen Weihnachtsbaumsammelaktion, gab es dieses Jahr auch wieder einen Berufsfeuerwehr-Tag, sowie zahlreiche spannende Aktionen.

Im Anschluss daran gab es eine kurzen Bericht der Sachgebiete.

Horst Koppenhöfer berichtete kurz über die interne und externe Ausbildung im Jahr 2011. Es helfe nicht nur das technische Equipment auf dem besten Stand zu halten, sondern auch die Mannschaft darauf auszubilden. Im Einsatzfalle muss alles Hand in Hand laufen.

Als Besonderheit führte man dieses Jahr intern einen Sonderkurs „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ durch. Außerdem wurde die Mannschaft an einem kompletten Samstag auf Besonderheiten bei Unfälle mit Personenkraftwagen durch einen Ausbilder des Weber Rescue Teams, weitergebildet.
3 Kameraden nahmen an den einmal im Jahr stattfindenden Weber Hydraulik Rescue Days, die diesmal in Deggendorf ausgetragen wurden, teil.
Hier wurden die aktuellen Techniken bei Verkehrsunfällen und das Vorgehen bei neuen Fahrzeugtechnologien vermittelt und geübt.

Thorsten Stiefel, Leiter des Team´s für Öffentlichkeitsarbeit ergänzte, die angesprochenen Einsätze von Wolfgang Hornung auch durch einen sehr kurzweiligen Diavortrag. Er wünschte dem an diesem Abend noch zu wählenden neuen Stadtbrandmeister, viel Glück und allzeit ein glückliches Händchen für seine Entscheidungen.

Danach ging es dann zum spannenden Teil – nämlich um die Neubesetzung der Lücke die Reinhold Blass durch seinen vorzeitigen Rücktritt hinterlassen hatte. Sowohl der Bürgermeister als auch der stellvertretende Stadtbrandmeister dankten Reinhold Blass für seine geleistete Arbeit.

Der einzige Kandidat der sich für den Posten aufstellen lies war Thomas Böhret.
Thomas Böhret ist ein langjähriges Mitglied der Feuerwehr Künzelsau, seit 4 Jahren Abteilungskommandant der Abteilung Künzelsau und erfüllt alle Voraussetzung für diese Stelle. In einer kleinen Ansprache erklärte er den Mitgliedern der Versammlung wie er sich die Zukunft der Künzelsauer Wehr vorstelle. Natürlich mit der nicht zu versteckenden Nervosität, aber das gehört in so einem Falle natürlich dazu.

Die Wahlzettel wurden ausgeteilt, die Stimmen abgegeben und vom Wahlausschuss ausgezählt.

Während des Vorgangs gab es noch die ein oder anderen Grußworte. Danach wurden von Bürgermeister Stefan Neumann das Ergebnis der Wahl bekannt gegeben.
Damit wurde Thomas Böhret mit der nötigen Mehrheit gewählt. Auch der Kreisbrandmeister, im übrigen ein Arbeitskollege von Böhret, freute sich über den gewählten Kandidaten und lobte dies in in jeglicher Hinsicht. Er würde ihm jeder Zeit bei Problemen mit Rat und Tat zu Seite stehen. Thomas Böhret bedankte sich im Anschluss bei den wählenden Kameraden für ihr entgegengebrachtes Vertrauen.

Zuletzt gab es, wie letzte Woche berichtet, die Ehrungen, Einstellungen, Verabschiedungen und Beförderungen.

Wolfgang Hornung bedankte sich bei allen für den reibungslosen Ablauf der Jahreshauptversammlung und wünschte allen Teilnehmern noch einen gemütlichen Abend.

 

In der Gemeinderatssitzung vom 17.04.2012 wurde die Wahl des Stadtbrandmeisters vom Gemeinderat bestätigt.