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15.01.12 16:31 Alter: 6 yrs

Der Allrounder

Kategorie: Gesamt

 

Der neue Gerätewagen Transport, den der stellvertretende Standbrandmeister Wolfgang Hornung mit dem Fahrzeugausschuss der FF Künzelsau Abteilung Künzelsau und dem Abgeordneten der Stadtverwaltung Benedikt Münch abgeholt hat, zieht nicht nur durch sein ungewöhnliches Design die Blicke auf sich sondern besticht auch durch sein Raumangebot und seine Flexibilität.

Künzelsau - Der frisch abgeholte Gerätewagen-Transport hat es in sich. Je nach Notlage kann er variabel bestückt werden, nimmt in seinem Inneren große Mengen an Material auf und kann dazu noch drei Feuerwehrmänner zum Einsatzort transportieren: ein wahres Multitalent.

Aufgebaut wurde das Spezialfahrzeug in Waldbrunn (Landkreis. Würzburg) bei der Firma Hensel. Sie hat sich auf die Produktion solcher Gerätewagen spezialisiert. Schon vor Ort war die Abordnung von der Qualität der Arbeit angetan.

Montags um 8 Uhr war es losgegangen. Die Hauptaufgabe des hauptamtlichen Gerätewarts und Herr Münch bestand zunächst bei der Abnahme des Fahrzeugs und den dafür bestellten Rollcontainern (incl. Inhalt). Hier galt es eventuell vorhandene kleinere Missstände zu finden und anzumahnen. Danach wurde man in die Bedienung der am Heck angebrachten Ladebordwand eingewiesen. Diese ist notwendig um die teilweise schwer beladenen Rollcontainer auf das Ladeflächenniveau anzuheben. Eine Unterweisung hierfür ist für den Hersteller des Fahrzeugs zwingend.

Im Anschluss daran beschäftigte man sich mit dem Fahrzeug insgesamt sowie der Einweisung in die Fahrzeugelektronik. Hierzu gehört auch das Kennenlernen der Features in der Fahrgastzelle. Insgesamt stand jetzt schon fest, das über 3 Meter hohe, über 2 Meter breite und fast 14 Tonnen schwere Fahrzeug war dank der Firma Hensel, die auf alle Wünsche des Fahrzeugausschusses eingegangen war, ein gelungenes Projekt.

Um das Fahrzeug auch im unwegsamen Gelände in den Einsatz zu bringen entschied man sich für ein Allrad-Fahrgestell. Eine große Besonderheit stellt der hinter dem Führerhaus montierte Palfinger-Kran dar. Mit diesem Kran wird das Fahrzeug zu einem Unikat im Landkreis. Bei zurückliegenden Einsätzen hätten man schon oft auf solch ein Gerät zurückgreifen können. Das Fixieren und Ziehen von Sturmholz, als Anschlagspunkt für Rettungen aus Höhen und Tiefen, als schweres Gerät bei der technischen Hilfeleistung bei PKW oder LKW Unfällen - dieser Kran erleichtert die Arbeit der Floriansjünger erheblich. Eine 1-tägige Einweisung (ohne die das Betreiben dieses Krans nicht erlaubt ist) wird zeitnah am Standort Künzelsau durchgeführt. Das Anheben einer Last bis 1,2 Tonnen ist hierbei unter gewissen Umständen möglich.

Insgesamt 9 Rollcontainer, bestückt mit Gerätschaften wie z. Bsp. wasserführende Armaturen, Tragkraftspritzen für die Wasserförderung und B-Schläuchen sollen auf der Ladefläche dauerhaft ihren Platz finden. Ebenso ist es auf längere Sicht gedacht weitere Rollcontainer zu beschaffen. Möglichkeiten hierfür sind gerade zu unbegrenzt. Somit könnten benötigte Geräte für spezielle Einsätze (Öl auf Gewässer, Gefahrguteinsätze, Wasserrettung, Sturmschäden, Schwere technische Hilfeleistung, Hochwasserschäden, Retten von Personen aus misslichen Lagen, Bergungen) eingesetzt werden. Ebenso ist das Verbringen von Atemschutzflaschen oder Sonderlöschmitteln an die Einsatzstelle kein unüberwindbares Problem mehr.

Das Fahrzeug wurde von der Stadt Künzelsau in erster Linie für den in die Jahre gekommenen SW 1000 beschafft. Rollcontainer mit bis zu 4000 Metern B-Schlauch für die Wasserförderung über lange Wegstrecken sollen in Zukunft bereitgehalten werden. Während ein normaler Schlauchwagen nur für die Aufgabe der Wasserförderung über lange Wegstrecken zuständig ist, kann der GW-T wesentlich mehr Aufgaben erfüllen. Somit spart sich die Feuerwehr Künzelsau ein Fahrzeug ein. Ein nicht unerheblicher finanzieller Vorteil den man hiermit erlangt.

Die Feuerwehr Künzelsau bedankt sich bei Herrn Bürgermeister Neumann, bei der Stadtverwaltung und beim Künzelsauer Gemeinderat für die finanzielle Unterstützung und das dem Fahrzeugausschuss entgegengebrachte Vertrauen.