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04.04.11 08:44 Alter: 7 yrs

Action Days in Mühlacker

Kategorie: Gesamt

 

Am Freitag vergangener Woche machte sich eine kleines Team der Ausbilder für Atemschutzgeräteträger um 6 Uhr in der Früh auf den Weg zur Feuerwehr Mühlacker.

Hier fand am Freitag und am Samstag ein Praxis- und Theorieworkshop für Feuerwehrangehörige statt. Organisator der Veranstaltung war die Firma Texport.

Die Firma Texport kommt aus Österreich und stellt Schutzbekleidung, vor allem für Hilfsorganisationen her. Die von der Feuerwehr Künzelsau 2010/2011 beschaffte Schutzkleidung, bestehend aus Einsatzjacke und Einsatzhose, wurde von der Firma Texport hergestellt.

Mit der neu angeschafften Schutzbekleidung wurden in erster Linie die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Künzelsau ausgestattet.. Sie besteht aus einer Überhose und einer Einsatzjacke.

 

Im Theorie-Teil des 7-stündigen Seminars wurde über verschiedene Arten der Schutzbekleidung referiert. So war ein Mitarbeiter der Firma Gore, die ihre allseits bekannte Membran in diese Kleidungsstücke verarbeitet, mit einem Vortrag vertreten. Ebenso ging es um Normen die die Hersteller beim Herstellen bzw. Inverkehrbringen von Schutzbekleidung beachten bzw. einhalten müssen.

Ein Mitarbeiter der Firma Texport erklärte die Vorteile der eigenen Produkte und zeigte dies auch an einigen Beispielen die diverse Feuerwehren als Anschauungsartikel nach arbeitsintensiven Einsätzen zur Verfügung gestellt hatten.

 

Zur Sprache kamen beispielsweise die eingearbeitete Nässesperren sowie das eigens mit der Firma Gore entwickelte Airlock-System. Zum Schluss des endlichen Theorieteils referierte der stellv. Stadtbrandmeister der Feuerwehr Tuttlingen über die Beschaffung von neuer Schutzkleidung und gab an der eigenen Beschaffung preis wie man sinnvoller Weise bei einer doch nicht ganz alltäglichen Beschaffung vorgehen kann.

Die Feuerwehr Tuttlingen beschaffte eine Schutzkleidung die aus einer bestimmten Faser hergestellt wurde und im amerikanischen Raum schon relativ weit verbreitet ist. Hierbei handelt es sich um die PBI Gold Faser. Der Stoff der daraus entwickelt wurde hat gegenüber der herkömmlichen Schutzbekleidung eine höhere Reisfestigkeit und kann längere Zeit mit Hitze beaufschlagt werden bevor das Material zu Schaden kommt. Bei einer solchen Entscheidung spielt natürlich das Kosten/Nutzen-Verhältnis eine ausschlaggebende Rolle.

 

Kurz vor der Mittagspause gab es dann einen kleinen Ausblick auf den Nachmittag, der ganz im Sinnen der Praxis stehen sollte. Die eigens von Texport zur Verfügung gestellte Schutzbekleidung sollte von den Teilnehmern in der ,von der Firma Feurex betriebenen, holzbefeuerten Anlage unter realistischen Bedingungen getestet werden.

 

Frisch umgezogen ging es dann direkt an das trockene Üben mit dem Strahlrohr.

Hierzu bekamen die Atemschutzgeräteträger die neuesten Techniken zum Vorgehen in Brandräume von den Ausbilder des Feuerex-Teams vermittelt. Im Anschluss darauf ging es dann in der Realbrandausbildungsanlage. Die holzbefeuerten Container wurden schon morgens vom Ausbilder Team immer wieder mit Holzpaletten befeuert so befanden sich im Inneren der Anlage an der Decke bis zu 600 Grad. Beim ersten Durchgang ging es um die Gewöhnung im Brandcontainer. Im zweiten Durchgang ging es dann um das Umsetzen der vorher erlernten Strahlrohrtechnik. Für Ausbilder und Schützlinge eine nicht ganz ungefährliche Übung.

 

Nachdem sich aller Teilnehmer wieder im Lehrsaal der Feuerwache Mühlacker eingefunden hatten, gab es ein kurzes Feedback über das Verhalten der Schutzkleidung im Brandcontainer. Allen Teilnehmer waren sich einig – eine gelungene Demonstration der Wichtigkeit einer solch persönlichen Schutzausrüstung. Um ca. 17.15 Uhr wurde die Heimreise angetreten und über das ein oder andere Detail nochmals diskutiert.