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12.01.10 21:29 Alter: 8 yrs

Mission Christbaum

Kategorie: Gesamt, Jugendfeuerwehr

Von: Christine Faget

Künzelsau - Ein vollbepackter Kleintransporter bahnt sich seinen Weg durch den Schnee, um auch bis in die letzten Winkel von Gaisbach vorzudringen. Die Mission? Christbäume sammeln. Seit halb acht Uhr sind Pascal Hornung, Thomas Böhret und Marvin Hermann auf den Beinen. Auf den anfangs noch ungeräumten Straßen blieben sie schon zweimal stecken. Da heißt es nur: Freischaufeln und Schieben.

Nicolay Neumann macht es sich im Christbaumbett gemütlich. Foto: Faget

Fünf Teams

Fünf Sammelteams mit zehn Jugendfeuerwehrlern und fünf Fahrern der aktiven Feuerwehr sind im Raum Künzelsau unterwegs. Insgesamt kommen so ungefähr 2000 Christbäume den Tag über zusammen. Der Erlös kommt der Jugendarbeit der Feuerwehr zugute. Auch für den Ernstfall ist die Sammelaktion von großem Nutzen: Durch die neugewonnen Ortskenntnisse lassen sich wertvolle Sekunden sparen. "Für die Maschinisten ist das ein gutes Fahrtraining", ist Thomas Böhret, Fahrer des Teams, überzeugt. Um keine Straße zu vergessen, befindet sich eine Liste zum Abhaken an Bord.

Die Bedingung, damit die Bäume auch mitgenommen werden, ist, dass sie gut sichtbar an der Straße liegen. Der Vollständigkeit halber sammeln die Feuer-wehrmänner auch gleich noch den einen oder anderen Ast mit ein. "Manche scheren ihre Hecken und schmeißen sie dann einfach mit hin", ärgert sich Thomas Böhret. Auch Lametta an den Bäumen ist nicht gerne gese-hen. Doch es gibt auch fröhliche Momente. "Es machen schon Manche eine Spende", freut sich Jugendwart Pascal Hornung.

Das Weihnachtsbaumsammeln ist eine gute Alternative zum Fitnessstudio. Für die Feuerwehrleute ist der Kraftaufwand jedoch kein Problem: Die Tannenbäume werden lässig auf den Laderaum geschmissen. Dort wartet schon Marvin Hermann darauf, sie entgegen zu nehmen. Bei der Gelegenheit zählt er sie auch gleich.

 

Sammelstation

Als der Laderaum des Kleintransporters mit ungefähr 60 Bäumen langsam überquillt, ist der Einsatz eines Seils zur Befestigung g-fragt. Und ab geht die Fahrt in Richtung Schnaihof zur Sammelstation. Die fünf Teams bringen ihre Ladung entweder dorthin, zum Bauhof in Künzelsau oder nach Amrichshausen.

Das Team um Pascal Hornung hat den klaren Vorteil, dass ihr Kleintransporter von der Stadt ein Kipper ist. Trotzdem ist die Jugendfeuer-wehr sehr dankbar für die zur Verfügung gestellten Privatfahrzeuge. Nachdem die Christbäume zu Rin-denmulch zusammengehäckselt werden, finden sie ihren Weg wieder in die Bevölkerung, die Mulch kostenlos abholen kann.

 

Quelle: www.stimme.de