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04.11.09 08:58 Alter: 8 yrs

6 frisch gebackene Drehleitermaschinisten

Kategorie: Gesamt

 

Am Samstag den 31.10.2009 haben 6 neue Drehleitermaschinisten ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Das im hohenloher Volksmund unter dem Namen „Laaderwoche“ oder „Krohnewoche“ bekannte Vehikel ist ein Spezialfahrzeug im Bereich der Feuerwehr. Um dieses Fahrzeug bedienen zu dürfen ist eine kompakte und umfassende Ausbildung notwendig.

Unter den Augen der Ausbilder Thomas Böhret und Steffen Hornung wurden die Maschinisten in einem mehr als 40-stündigen Lehrgang in sämtliche Bereiche der Drehleiter eingewiesen. Der Lehrgang setzte sich aus einem theoretischen Teil und mehreren praktischen Teilen zusammen, und endet schließlich mit dem absolvieren einer praktischen Übung und einem Theorie-Test.

Das einem das Bedienen einer Drehleiter nicht so einfach angeboren ist, merkten die Neulinge relativ schnell. So standen im Lehrplan Dinge wie die HAUS-Regel (Hindernisse, Abstände, Untergrund, Sicherheit) nach deren Schema sich der Drehleiterführer einen relativ schnellen Eindruck über die Stellmöglichkeiten vor Ort machen kann. Genauso wie die genaue Fahrzeugbezeichnung, sämtliche technischen Details, sowie diverse Anleiter-Methoden.

Sämtliche Sicherheitseinrichtung mussten angesprochen werden sowie der sogenannte Handbetrieb. Hier kann die DLK im Notfall per Hand in ihre Ausgangsstellung zurück gebracht werden.

Häufig wird die DLK 23/12 (Drehleiter mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Meter bei einer Nennausladung von 12 Meter) zur Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes angefordert um Personen aus gewissen Höhen oder Tiefen zu retten. Dazu benötigt man die KTL (Krankentragenlagerung). Auch hier erforderte der Umgang, das spezielle Anleitern, und das dadurch verbundene in Stellung bringen des Hubrettungsfahrzeuges ein Umdenken des Drehleitermaschinisten.

Vorwiegend wird die DLK aber zur Brandbekämpfung und der damit verbundenen Menschen- bzw. Personenrettung eingesetzt. Gerade im Bereich Menschenrettung geht es teilweise um Sekunden! Hier ist ein möglichst schnelles Navigieren und in Stellung bringen des Fahrzeugs unbedingt notwendig. Ein Fehler könnte fatale Folge haben und deshalb ist es wichtig das Gerät im Schlaf zu beherrschen.

Aus diesen Gründen werden die Schützlinge noch mehrere Stunden mit der Drehleiter in sogenannten Maschinisten- oder Übungsdienste ihr jetziges Wissen und das praktische Können vertiefen bevor sie sich damit in den Einsatz begeben.

Zur Info: Die Drehleiter ist im Hohenlohekreis insgesamt bei 3 Feuerwehren stationiert. Bei diesen Feuerwehren handelt es sich um die drei Stützpunktwehren Künzelsau, Krautheim und Öhringen. Eine Drehleiter ist unter bestimmten Kriterien in einer Gemeinde vorzuhalten. So bildet sie z.B. an manchen Objekten den sogenannten 2 Rettungsweg. Zur Überlandhilfe steht die DLK den umliegenden Gemeinden Kupferzell, Mulfingen, Ingelfingen, Niedernhall, Weissbach und Waldenburg Gewerbepark zur Unterstützung zur Verfügung und wird bei bestimmten Schadenslagen entweder automatisch alarmiert oder von den Einsatzleitern vor Ort angefordert.