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27.10.09 08:15 Alter: 8 yrs

Rauchentwicklung bei der Firma Hamprecht in Kemmeten

Kategorie: Gesamt

 

Ein nicht alltäglicher Aufmarsch an roten Autos und roten bzw. blauen Männern zierte das Dorfbild der Kemmeter am Samstag den 17.10.2009. Grund war eine Großübung der Feuerwehr Künzelsau im Areal der Firma Hamprecht in Kemmeten.

Unterstütz von einem Pyrotechniker aus Pfedelbach wurde das Szenario schon am Samstagmorgen von den Machern und einigen Helfern akribisch vorbereitet so dass am Anfang dieser Übung nicht an eine jene eben zu denken war.

Kurz nach 14 Uhr eröffnete die Leitstelle Hohenlohe das Spektakel durch einen Alarm der Feuerwehr Künzelsau Abteilung Gaisbach zu deren Einsatzgebiet Kemmeten eben zählt. Eine unklare Rauchentwicklung bei der besagten Firma bildete die Grundlage. Das TLF 16/25 der Gaisbacher Floriansjünger verließ nach kurzer Zeit deren Feuerwache.

Alarmiert wurde von der Leitstellen Gruppe der Feuerwehr Künzelsau. Bis auf Kleinbrände und kleinere technische Hilfeleistung werden die Kern- und Ortswehren in den meisten Fällen parallel alarmiert. Aufgrund der Personalproblematik hat sich dieses System in den letzten Jahren mehr als bewährt. Minuten nach dem Alarm wurde die Führungsgruppe Kochertal alarmiert. 2 Minuten später der Löschzug der Abteilung Stadt.

Nach eingehender Erkundung von Stadtbrandmeister Reinhold Blass und Zugführer Thomas Böhret (Abt. Kommandant Stadt) wurde die erst eintreffenden Fahrzeuge, entsprechend der Priorität der anstehenden Maßnahmen, deren Aufgabe zugewiesen. Nach ersten Erkundungen hatte ein Anhänger eines LKWs Feuer gefangen. Dieses drohte auf die benachbarten Anhänger überzugreifen und auf ein in der Nähe stehendes Wohnhaus ebenfalls.

Sogleich wurden Riegelstellungen erstellt um die angrenzenden Objekte abzuschirmen. Die ersten Trupps stellten dann auf den Hängern einige Gefahrgutfässer fest, deren UN Nummern wurden an die Führungsgruppe weitergegeben um die jeweiligen Sicherheitsmaßnahmen herauszufinden und natürlich auch um welchen Stoffe es sich handelte und welche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen waren.

Läuft das Wasser des Örtlichen Wassernetzes nicht mehr über Wasserhähne sonder über C- und B-Strahlrohre merkt man sofort dass der Wasserbedarf für solche Großschadensereignisse nicht ausgelegt ist. Hier hilft nur eine Wasserförderung über lange Wegstrecken. Hierbei werden in der Nähe (bis zu 2 oder auch mehr Kilometer) gelegene Weiher, Seen, Bäche, Flüsse, Brunnen oder Löschwasserbehälter genutzt um das benötigte Wasser an den Ort des Geschehens zu bringen. Da die Feuerwehr Künzelsau mit den teilnehmenden Abteilungen komplett in den Einsatz gebunden war, wurden die Feuerwehren Neuenstein und Kupferzell nachalarmiert. Diese beschäftigten sich dann speziell mit dem Aufbau dieser Wasserförderung.

 

Als man das Wasser vom Drachenbrunnen an der gewünschten Stelle hatte, wollte man noch wissen wie lange man mit diesem Wasser auskommen würde. Hierzu wurden mehrere Strahlrohre und das Wenderohr der Drehleiter mit diesem Wasser gespeist. Nach gelungener Übung erklärte Horst Koppenhöfer, Führungskopf der Führungsgruppe, die genaue Schadenslage. Reinhold Blass bedankte sich anschließend bei allen Helfern. Eine gute Sache vor allem erhält man auch den guten Kontakt zu den Nachbarwehren und weiß man kann sich gegenseitig aufeinander verlassen.