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18.02.06 21:53 Alter: 12 yrs

Hilfe beim Schnee schaufeln im Bayrischen Wald

Kategorie: Abteilung Gaisbach, Gesamt

Von: Oliver Färber

Wie schnell und unbürokratisch Hilfe in Notsituationen geleistet wird, bewies die Abteilung Gaisbach der Freiwilligen Feuerwehr Künzelsau. Der Partnerwehr aus dem bayrischen Wald waren die Schaufeln ausgegangen.

von links nach rechts: Kommandant Mathias Roider, Altkommandant Konrad Färber (Gaisbach), Abteilungskommandant Reinhold Blass (Gaisbach), Zugführer Heinrich Kaml, Bürgermeister Klaus Bergbauer, Stefan Maurer (Gaisbach), Gerätewart Martin Häusler, Stellvertretender Kommandant Josef Frisch

„Unsere Partnerwehr hat bei mir angerufen und um Hilfe gebeten“, berichtet Reinhold Blass, Abteilungskommandant der Gaisbacher Feuerwehr. In Markt Lam, das innerhalb des bayrischen Schneekatastrophengebietes liegt, waren die Schaufeln ausgegangen. „In Ganz Ostbayern gab's keine solchen großen Aluschaufeln mehr“, so Blass.

Da der Abteilungskommandant aber erst gegen 18 Uhr nach Hause gekommen war und die Schaufeln dringend benötigt wurden, gestaltete sich die Beschaffung zunächst schwierig. 15 bis 20 Schaufeln hätten die Kameraden aus dem bayrischen Wald benötigt.“Wir telefonierten herum“, erzählt Blass. Schließlich war die Firma Stabilo in Kupferzell-Mangoldsall bereit, das Lager für die Feuerwehr zu öffnen. Künzelsaus Stadtbrandmeister gab grünes Licht für die Hilfsaktion: Der Mannschaftstransportwagen der Wehr holte 30 Schaufeln ab.

„Zunächst war geplant, dass die Partnerwehr uns entgegenfährt“, so der Abteilungskommandant. Neben Blass machten sich noch Altkommandant Konrad Färber und Stefan Maurer mit auf den Weg. Unterwegs stellte sich jedoch heraus, dass in Markt Lam ein Brand und ein weiterer Notfall die dortigen Einsatzkräfte in Atem hielt

„Da entschieden wir, den ganzen Weg zu fahren“, sagt Blass. Immerhin sind dies 300 Kilometer. Sogar der Bürgermeister empfing die Hohenloher Helfer. „Er meinte, wir hätten eine logistische Meisterleistung vollbracht“, erzählte der Gaisbacher. In Markt Lam wurde schnell nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht. Am Tag darauf gab's nochmal einen offiziellen Empfang. Dann machten sich die Gaisbacher wieder auf den Heimweg.