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05.07.05 06:21 Alter: 12 yrs

Übung Jugendfeuerwehr

Kategorie: Jugendfeuerwehr, Gesamt

Von: Alexandros Tzimas

Am Samstag den 25.06.2005 führten die Jugendfeuerwehren aus Künzelsau und Öhringen in Künzelsau bei schönstem Sommerwetter eine gemeinsame Übung durch:

Dichter Qualm dringt aus dem mehrgeschossigen Gebäude in der Keltergasse in Künzelsau. Zwei junge Menschen stehen um Hilfe rufend an den Fenstern aus denen Qualm dringt und der erste Feuerschein zu sehen ist. Passanten strömen herbei um ja nichts zu verpassen...

In diesem Fall sind die Passanten aber keine Gaffer, sondern Zuschauer der Großübung der Jugendfeuerwehren aus Künzelsau und Öhringen. Der Qualm ist durch Rauchbomben und eine Nebelmaschine erzeugt, die Flammen aus Pappe und die beiden Personen am Fenster Statisten aus der Jugendfeuerwehr.

Die beiden Jugendfeuerwehren fahren ganz nach dem Vorbild der Aktiven mit Martinshorn und Blaulicht zum ?Einsatzort? an. Dort angekommen gilt es die vielen Aufgaben, die sich Jugendfeuerwehrwart Marcus Blomer und sein Team ausgedacht haben abzuarbeiten. Angenommen wird ein Brand in einem mehrgeschossigen Gebäude; zwei Hausbewohner stehen am Fenster, zwei weitere sind im Rauch vermisst. Das Feuer droht auf ein angrenzendes Haus überzugreifen. Löschwasser kann nicht aus den Hydranten entnommen werden, sondern muss vom Kocher gefördert werden.

Es werden drei Abschnitte mit unterschiedlichen Aufgabengebieten gebildet. Die Besatzung des Künzelsauer Löschgruppenfahrzeugs und des SW 2000 aus Öhringen bauen eine Wasserentnahmestelle am Kocher auf und verlegen eine ca. 500m lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle. Schwerpunkt ist hier die Wasserentnahme an einem offenen Gewässer und das Verlegen der Schlauchleitung mit anschließender Schlauchaufsicht.

Im zweiten Abschnitt sollen die Jugendlichen des Künzelsauer Tanklöschfahrzeugs und dem Öhringer Löschgruppenfahrzeugs auf der Gebäuderückseite über die Steckleiter ins 1.Obergeschoss einsteigen und mit der Personensuche beginnen. Die Jugendlichen haben Atemschutzgeräte auf dem Rücken, allerdings sind diese nicht angeschlossen. Gleichzeitig wird eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufgebaut um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Im weiteren Verlauf müssen aus dem Erdgeschoss des Gebäudes Gasflaschen gekühlt und geborgen werden.

Das Öhringer Tanklöschfahrzeug und das Kocherstettener Tragkraftspritzenfahrzeug bilden den dritten Abschnitt an der Gebäudefront. Hier gilt es zunächst über Steckleitern die beiden Hausbewohner an den Fenstern zu retten und dann danach über die gleichen Leitern zur weiteren Personensuche und Brandbekämpfung vorzugehen. Zugleich wird ein Zugang durch die Haustüre geschaffen.

Im Inneren haben sich die Organisatoren neben dem Nebel etwas einfallen lassen: Hinter einer verschlossenen Tür sind Hilferufe (vom Band) zu hören. Die eingesetzten Trupps müssen die Tür aufbrechen, um die Person anschließend über die Trage retten zu können.

Den Jugendlichen stehen zu jeder Zeit mehrere Betreuer zur Verfügung, die nicht nur Befehle geben, sondern auch in der ein oder anderen Situation wertvolle Tipps geben. Nach knapp eineinhalb Stunden Übung sind alle Aufgaben gemeinsam abhandelt. Vor dem Gebäude liegen mehrere gerettete Puppen und in Sicherheit gebrachte Gasflaschen und der ?Brand? ist als gelöscht gemeldet.

Nach dem Aufräumen treffen sich alle wieder in der Feuerwache, wo sich die beiden Jugendfeuerwehrwarte aus Künzelsau und Öhringen zufrieden über den Ablauf der Übung äußern. Nächstes Jahr soll dann eine weitere gemeinsame Übung in Öhringen stattfinden.

Bei der Übung waren folgende Fahrzeuge beteiligt:

FF Künzelsau: TLF 16/25, LF 16-TS, TSF (Kocherstetten)

FF Öhringen: TLF 16/25, LF 16-TS, SW 2000, 2 MTW